INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

de Garaio Esnaola, Juan Kruz Diaz

Information

Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola wurde in Legazpi, im spanischen Teil des Baskenlandes, geboren. Er studierte Alte Musik am Conservatorio Superior de Musica in San Sebastián und an der Academie voor Oude Muziek in Amsterdam. Nach seiner Ausbildung zum Countertenor zog es ihn zum Tanz. Er arbeitete u. a. mit Pieter C. Scholten, Arthur Rosenfeld, Luc Dunberry und mit Lloyd Newson in der Produktion »Enter Achilles« des DV8 Physical Theater. Als Tänzer, Darsteller und Choreograph wirkte er bei vielen international ausgezeichneten Filmen mit. Seit 1996 arbeitet er mit Sasha Waltz. An »Allee der Kosmonauten«, »Zweiland« und »Na Zemlje« war er nicht nur als Tänzer beteiligt, sondern entwickelte auch die musikalischen Konzepte der Stücke und einen Teil der Kompositionen. Als Mitglied des Tanzensembles der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin 1999-2005 war er in den Choreographien »Körper«, »17-25/4», »noBody«, »insideout«, »Impromptus« von Sasha Waltz zu sehen. Seit März 2005 ist Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola Mitglied von Sasha Waltz & Guests und tanzt in den Choreographien »Dido & Aeneas«, »Gezeiten«, »Medea« und »Continu« von Sasha Waltz. Außerdem ist er in Luc Dunberrys Produktion »Don’t we« zu sehen, die 2005 Uraufführung hatte. Er war Choreographie-Assistent von Sasha Waltz bei »Roméo et Juliette« (2007) für das Ballet de l’Opéra de Paris. In der jüngsten Produktion «Jagden und Formen (Zustand 2008)« von Sasha Waltz & Guests und Ensemble Modern (Komposition Wolfgang Rihm) ist Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola als Tänzer, künstlerischer Assistent und Projektleiter beteiligt. Darüber hinaus arbeitet er als Repetiteur und Probendirektor für Sasha Waltz & Guests, zuletzt für die choreographische Oper »Passion«, die im Oktober 2010 am Théâtre des Champs-Élysées, Paris, Premiere feierte. Zudem entwickelte Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola die Stücke »The rest of you« (2000) gemeinsam mit dem Choreographen Luc Dunberry, »My Dearest... My Fairest« (2000) mit der australischen Musikperformerin Joanna Dudley, bei deren Solo »He taught me to yodel« er auch Regie führte und »d'avant« (2002) in Zusammenarbeit mit den Choreographen Sidi Larbi Cherkaoui, Damien Jalet und Luc Dunberry, für das er neben der Choreographie auch das musikalische Konzept entwarf. 2004 kreierte er wieder gemeinsam mit Joanna Dudley das Stück »Colours may fade with friction read instructions carefully store in a cool and dry place no side effects«. Als Regisseur, Choreograph und Tänzer erarbeitete er 2007 in Kooperation mit der Akademie für Alte Musik Berlin das choreographierte Konzert »4 Elemente – 4 Jahrzeiten«. Außerdem erhielt er eine Einladung zur Teilnahme an »Zon-Mai«, der ersten Installation an der Cité nationale de l’histoire de l’immigration am Palais de la Porte Dorée, Paris, von Sidi Larbi Cherkaoui und Gilles Delmas. Seine neue Choreographie »Ars melancholiae« wurde im Februar 2008 im Radialsystem V uraufgeführt und markiert eine weitere Etappe in der Erarbeitung von Choreographien, die Stimme und Bewegung miteinander verbinden. Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola ist weltweit ein gefragter Lehrer und unterrichtet regelmäßig als Gastdozent an der Folkwang Hochschule in Essen, gibt Workshops in Europa, Asien und Amerika. [http://www.sashawaltz.de]

Tags
Regie
MCB-DV-6491
Choreographie
MCB-DV-8212
Darsteller
MCB-DV-8212
MCB-DV-7030
MCB-DV-8215
MCB-DV-849
MCB-DV-11974