INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-SV-930

Tanz unterm Hakenkreuz

Autorenschaft
Beschreibung

Der Eröffnungsfilm der Tagung: Die Mary-Wigman-Gesellschaft diskutiert den "Tanz unterm Hakenkreuz", 2003. "Annette von Wangenheims für den WDR gedrehter Film "Tanz unterm Hakenkreuz", der am Vorabend der Tagung zu sehen war, versammelt eindringliche Bespiele für die brutale "Säuberung" der deutschen Tanzszene von allem Jüdischen, die gleich nach Hitlers "Machtergreifung" einsetzte." (Quelle: Jochen Schmidt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2003). Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 hatte auch für den Tanz Folgen. Namhafte Choreografen boten dem neuen Regime ihre Mitarbeit an, zum Beispiel Rudolf von Laban und seine Schülerin und spätere Konkurrentin Mary Wigman. Sie waren die prominentesten Vertreter der Tanzavantgarde der 1920er und sahen im Nationalsozialismus die Chance, ihre Visionen einer neuen Tanzkunst durchzusetzen. Sie verwandelten den "Freien Tanz" der Weimarer Republik mit seinem individuellen, auf die Künstlerpersönlichkeit bezogenen Ausdruck in den "New German Dance", der das "deutsche Wesen" zum Thema hatte. Deutschnational war die Konzeption, ein "neuer Mensch" sollte erzogen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Tänze mit großen Gruppen und Bewegungschöre mit Laien inszeniert. Massenchoreografien für NS-Großveranstaltungen sahen die Choreografen als tänzerische Herausforderung und Dienst am Volke an. Der Film von Annette von Wangenheim stellt Tänzerschicksale und die Tanzästhetik der NS-Zeit vor. Er verfolgt die Karrieren berühmter Künstler und zeigt Ausschnitte aus historischen Tanzfilmen. (Quelle: 3sat)

Regie
Darsteller
Standorte
MCB HFS
Aufnahmedatum
Donnerstag, 08. Mai 2003
Land
DE
Kamera
Hermann Schulz
Länge
60 min
Schlagworte