Joachim Schlömer gilt international als einer der bedeutendsten deutschen Choreografen der Gegenwart - das Deutsche Nationaltheater in Weimar ist ebenso mit seinem Namen verbunden wie das Theater in Basel, dessen Ballettdirektion er 1996 übernahm. Seit Sommer 2001 arbeitet Schlömer jenseits der Institutionen als freier Choreograf und Regisseur, auch für die Oper. Der Film begleitet Joachim Schlömer auf zwei seiner Arbeitsreisen an Orte der Welt, die unterschiedlicher nicht sein können: ins russische Jekaterinenburg und ins indische Madras, bekannt mittlerweile auch als Chenay.
In poetischen und eindringlichen Bildern fängt der Film Schlömers Zusammenarbeit mit den einheimischen Tänzern ein. Er erzählt von den Leiden und Freuden von einem, der auszog, andere Welten kennen zu lernen, und auch von den unterschiedlichen Bedingungen, unter denen die Tänzer in Russland und Indien arbeiten. Im Zusammenspiel mit der suggestiven Musik führt die Reise durch ein Panorama der Gegensätzlichkeiten. Es bleibt die Erkenntnis, dass - trotz Internationalisierung und Globalisierung - die Welt des Tanzes voller unverwechselbarer Eigenheiten und Geheimnisse steckt.
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