INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-8679

WEGEHEN

Beschreibung

Im Rahmen von KARIN WAEHNER (1926-1999) – Eigensinnig in Zwischenräumen.
Ein TANZFONDS ERBE Projekt

Ablauf:
Jean Masse, Selbstportrait 1
Aus „l’Exode“, Diagonale
Klavier: Peter Jarchow (inspiriert nach der Musik von Benjamin Hohagen)
Jean Masse, Selbstportrait 2
Musik: Franz Schubert „Gute Nacht“, Dietrich Fischer-Dieskau (voc) / Jörg Demus (p), 1966
Michael Gross, Selbstportrait
WEGE
Musik: RETIKHIY, Ricardo Villalobos & Max Loderbauer
und Selbstportrait Annette Lopez Leal mit Zitaten aus:
Khôra (Choreografie von Rui Horta, 1996)
Diving (Choreografie von Rui Horta, 1991)
Time Quarry (Choreografie von José Biondi, 2000)
Bruno Genty, Selbstportrait mit Zitaten aus:
„Les Marches“ (Die Stufen, Choreografie von Karin Waehner, 1980)
Celui sans nom – Rekreation 2018
Musik: Thierry Estival, Celui sans nom, 1990

KARIN WAEHNER (1926-1999) – Eigensinnig in Zwischenräumen. Ein TANZFONDS ERBE Projekt
Idee, Dramaturgie, Organisation: Heide Lazarus
Öffentlichkeitsarbeit: DOCK 11, Gesellschaft für Tanzforschung (gtf), Heide Lazarus
Fotografie, Dokumentation: Solaja Rechlin, Kamil Mrozowski
Grafik: Kirsten Seeligmüller
Assistenz, Organisation: Katja Karouaschan
Technik: Asier Solana
Finanzen: Anja Vogel
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Josephine Fenger, Dr. Laure Guilbert, Dr. Claudia Fleischle-Braun
Beteiligt im Rahmenprogramm: Stephan Dörschel vom Archiv der Akademie der Künste, Berlin sowie Mitwirkende des gtf WORKSHOP FESTIVALS
Eine Koproduktion mit DOCK 11 von Heide Lazarus und Bruno Genty in Kollaboration mit Annette Lopez Leal und Michael Gross.
Gefördert von TANZFONDS ERBE – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes.
Mit Genehmigung der Association Karin Waehner – Les Cahiers de l’Oiseau.
In Partnerschaft mit Institute of Dance Arts (IDA) der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, Archiv der Akademie der Künste, Berlin, Gesellschaft für Tanzforschung, TANZWOCHE Dresden
In Zusammenarbeit mit Compagnie Epiphane/Jean Masse, Peter Jarchow
Unterstützt von: körperbewegt in Linz, Centre Lafaurie Monbadon, „Karin Waehner, une artiste migrante. Archive“ (Forschungsprojekt der Universität Paris 8)

WEGEHEN …ein Schritt – 4 Tänzer, 4 Generationen, 4 Erfahrungen …
Gehen, Weggehen, Weitergehen, Begegnen, Queren, Auseinandergehen – gemeinsam getrennt, jenseits einer Vorstellung von Ankommen oder Weggehen. Es sind allgemein menschliche Situationen. Die Bezüge sind verschieden, die Bewegungen ähnlich. Die Unterschiede werden nicht durch die Diktatur einer perfekten Synchronisation ausgemerzt – weder für die Tänzer noch für das Publikum.

In der Performance WEGEHEN werden mittels Zitaten aus verschiedenen Choreografien zudem einzelne Arbeitsprinzipien von Karin Waehner und ihre Relevanz heute zur Diskussion gestellt. Während Karin Waehner in Frankreich als eine Wegbereiterin des modernen und zeitgenössischen Tanzes gilt, sind ihr Name und ihr Werk in Deutschland eher unbekannt. Die künstlerischen und pädagogischen Migrationsbewegungen des 20. Jahrhunderts werden auch im Schaffen der Mary Wigman-Schülerin Karin Waehner erfahrbar: im heutigen Polen geboren, in Deutschland und den USA ausgebildet, in Frankreich sesshaft geworden, in Europa präsent, aber dennoch Deutschland als eine ihrer Heimaten wahrnehmend.

Die choreografischen Auszüge in WEGEHEN erinnern außerdem an einen Spruch von Mary Wigman, der auch das tänzerische, choreografische und pädagogische Credo ihrer Schülerin Karin Waehner erfasst: „…the simplest, the most difficult, the most beautiful step – the walk. You must work on it all your life.“ (Mary Wigman, 1952)

[Quelle: Abendzettel]

{LPL}

Choreographie
Dramaturgie
Darsteller
Standorte
MCB
Aufnahmedatum
Donnerstag, 15. März 2018
Orte
Stadt
Berlin
Kamera
Walter Bickmann
Länge
60 min