INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-7833

Host

Beschreibung

In ihrem neuen Solo inszeniert Eisa Jocson eine Art "One-Woman-Entertainment-Service- Maschine". Ausgangspunkt ihrer Recherche zu "Host" bildeten weibliche und transgender Hostessen von den Philippinen, die in Japan in Unterhaltungs-Clubs eine Form von Weiblichkeit inszenieren, die an die japanische Geisha-Tradition anknüpft. Das Publikum sitzt, wie in einem Club, nahe an der als Laufsteg angelegten Bühne. "Host" untersucht ökonomische und geschlechtsspezifische Strategien in der Unterhaltungsindustrie und hinterfragt die Rolle philippinischer Frauen im Kontext transnationaler Machtstrukturen. "Der philippinische Körper ist in der globalisierten Welt marginalisiert", sagt Jocson. "Ein ImmigrantenKörper, der versucht, sich in verschiedenen kulturellen Kontexten zu assimilieren und der bevorzugt im emotionalen Dienstleistungssektor eingesetzt wird ' als Pflegekraft, Haushaltshilfe oder eben Entertainer. Zehn Prozent der philippinischen Bevölkerung arbeiten außerhalb des eigenen Landes." Der philippinische Körper als Arbeitskapital oder, wie man vielleicht präzisieren müsste, als 'SexArbeitskapital' ' an diesem Thema arbeitet sich jedes der bisherigen Stücke von Choreografin Eisa Jocson ab: Das asiatische Erotikgewerbe als Brutstätte für sexuelle wie kulturelle Klischees ebenso wie als Symbol fürs globalökonomische Ungleichgewicht. (Auszug aus "Die Summe aller Lust-Projektionen", Magazin im August 2015, Text: Nicole Strecker) ENGLISH: With her latest solo piece Eisa Jocson creates a kind of "One-Woman-Entertainment-Service- Machine". The starting point for "Host" was a research on female and transgender hostesses from the Philippines who create a kind of femininity in Japanese entertainment clubs, linked to the Japanese Geisha tradition. Like in a club the audience is seated next to a stage designed like a catwalk. "Host" examines economic and gender- specific strategies in the entertainment industry and questions the role of Philippine women in the context of international structures of power. Based on her experiences as a pole dancer, the Philippine choreographer and visual artist, developed the piece "Death of a Pole Dancer" about female stereotypes and "Macho Dancer", with which she successfully tours in Europe. [Quelle: Abendzettel] jup

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Choreographie
Darsteller
Eisa Jocson
Standorte
MCB
Reihe
Aufnahmedatum
Freitag, 14. August 2015
Orte
Stadt
Berlin
Land
Deutschland
Kamera
Walter Bickmann
Länge
55 min