INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-7523

Sound, Movement, and Silence / Sorrow Swag / A Dance for a Sub-conscious...

Beschreibung

1. Sound, Movement, and Silence 
Seit 2011 arbeiten Kata Kovács und Tom O'Doherty als kollaboratives Duo zusammen und kreieren performative Installationen und Videos. Ihre Arbeit bewegt sich an den Grenzen von Performance und Durational Art, minimalistischer und elektroakustischer Musik, Bewegung und Videokunst. Diese Arbeit wird häufig dadurch geformt, dass sie versuchen, Entscheidungsprozesse auf einfache, aber oft übersehene Phänomene anzuwenden. Ihr Interesse gilt Prozessen, Sounds und Bewegungen, die nahe an der Nicht-Wahrnehmbarkeit liegen sowie an Methoden, dieses Rohmaterial durch Schichtung, Rhythmus, Pattern und Wiederholung zu transformieren. Kata Kovács ist Künstlerin und Choreografin. Sie kommt ursprünglich aus Ungarn. Tom O'Doherty ist Künstler und Musiker. Er kommt ursprünglich aus Irland. Beide leben und arbeiten in Berlin, seit 2011 als kollaboratives Duo.

[Quelle: Abendzettel]

2. Sorrow Swag 
"Sorrow Swag" wurde aus Adaptionen zweier Theaterstücke entwickelt: "Antigone" von Jean Anouilh und "Nicht ich" von Samuel Beckett. Durch ihre Übersetzungen haben sich sowohl Antigone als auch Billie Whitelaw (der Mund von "Nicht ich") zu Emblemen von Überzeugung und Verkörperung entwickelt. Sie bilden das Rückgrat der Performance zusammen mit weiteren Texten von Simone Weil und Chris Kraus. Mich beschäftigt in erster Linie das Studium des "embodiment" (Verkörperung), eine performative Praxis, an der ich mit Brian Getnick gearbeitet habe, um in ihm einen akribisch genau erschaffenen hybriden Körper in ständigem Fluss zu kreieren. Wir benutzen Stanislawskis Schauspieltechnik und die Praxis des Authentic Movement. Wir haben versucht, über die Satire hinaus zu gehen, um die Instabilität eines Wesens zu verkörpern, das sich selbst durch das permanente Verlangen, "anders" zu werden, definiert. Durch diesen Zustand entwickeln sich die Stimmen von Antigone und Becketts Muse Billie Whitelaw und die Bühne wird zur Plattform für einen Körper, der um Überzeugung, Empathie und Leiden ringt.

Ligia Manuela Lewis, geboren in der Dominikanischen Republik und aufgewachsen in den USA, lebt und arbeitet in Berlin. Sie nutzt Theater, Tanz und Text für ihre Performances, die sich um Popkultur, Affekte und Empathie drehen. Ihre Stücke wurden in den verschiedensten Kontexten weltweit präsentiert. Zu ihren wichtigsten Arbeiten zählen "Sensation 1" (Tanz im August, NGBK Berlin, Basel Liste, MU Theater Budapest), "Sensation 2" (Sophiensaele Berlin), "$$$"(X-Choreografen, Berlin/HAU, Tanz im August) und "THE SHOW SHOW" (Sophiensaele Berlin). Ihre letzte Arbeit "Sorrow Swag" wurde als Abschluss ihrer Residenz im Pieter Performance Art Space (Los Angeles) präsentiert, es folgten weitere Vorstellungen in Los Angeles. "Sorrow Swag" war Gegenstand des Recherchevorhabens im Rahmen des Tanzstipendiums des Berliner Senats. Bevor sie zu choreografieren anfing, arbeitete Ligia als Performerin u.a. für und mit Les Ballets C de la B, Jeremy Wade, Ariel Efram Ashbel, Eszter Salomon sowie mit den Bildenden Künstlern Wu Tsang und Wojciech Kosma. Neben ihrer eigenen Performance-Praxis arbeitet sie weiterhin auch in kollabora­tiven Zusammenhängen. Sie wurde im Rahmen der Einzelprojektförderung des Berliner Senats gefördert und war 2010 DanceWeb Stipendiatin bei Impulstanz Wien. Brian Getnick machte 1998 seinen BA-Abschluss in Kunst am Vassar College in Poughkeepsie (New York/USA) und 2004 seinen Master in Faser- und Materialstudien an der School of the Art Institute of Chicago (SAIC). 2008 war er für den Performance-Preis der Galleria Civica in Trento (Italien) nominiert. Seine Performances wurden im Station Independent Projects in New York, in der Honor Fraser Gallery, im Red Cat und bei Machine Projects in Los Angeles gezeigt sowie bei Croxhapox in Gent (Belgien). Er ist im Moment mit Tanya Rubbak Co-Direktor bei Native Strategies, Journal und Performance Art Plattform und Director bei PAM, Theater und Künstlerresidenz in Highland Park.

[Quelle: Abendzettel]

3. Angeregt durch die Arbeit des Künstlers Marcos Lutyens und eine lange Erforschung von Yoga- und Meditationspraktiken, hat Jessy ihr Tanzstipendium dafür verwendet, die Kunst der Hypnose und unterbewusste Seelenzustände zu erforschen. Ihr Ziel war und ist es, eine einfache Technologie zu entwickeln, die auf der menschlichen Stimme im Wort und den Pattern von Schleifen im Rhythmus beruht und die sie auf die Bühne bringen möchte, um einen neuen Weg der interaktiven Tanz-Performance zu erkunden. Ihre Motivation sind Fragen rund um kinästhetische Empathie sowie die offensichtliche Manipulation der Erfahrung des Publikums beim Konsumieren von Tanz. Obwohl Jessy immer voller Hoffnung ist, ästhetisch anspruchsvolle Arbeit zu kreieren, will sie hier keinen umhauen. Mit ihrer hypnotischen Arbeit hofft sie, dem Nervensystem eine Atempause zu verschaffen. Aus ihrer Forschung ist ein "Solo" entstanden (Duett und darüber hinaus), in dem Tanz, Musik und eine begleitende Stimme zusammen kommen, um ein Publikum in phantasievolle Welten und unbewusste Sphären zu hypnotisieren. Es ist eine Wellenbewegung in und aus der Ruhe, in den und aus dem Tanz und in und aus geflüsterten Geschichten, die gleichzeitig wahr und irreal sind. Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie sich, wenn Sie gleich in einen tiefen. . . Zustand. . . von. . . Schlaf. . .

Meine Recherche wäre nicht möglich gewesen ohne die Expertise und Hilfe von Marcos Lutyens, Johannes Bönig, Alfred Himmelweiss, Dennis Asabere, Stuart Meyers und Josh Berson.

Jessy-Layne Tuddenham ist neugierig und erkundet das Menschsein und die Kreativität darin, in verschiedenen Formen und Größen. Am einfachsten gesagt ist sie Yoga- und Tanzlehrerin und Performerin von Bewegung, Text, Improvisation und Choreografie. Sie nutzt Theaterbühnen, Straßenecken und die vielen Räume zwischen den Orten der Expression. Jessy lebt und arbeitet in Berlin, wo sie neben Yoga Tanztechnik, Geschichtenerzählen, Improvisation, Komposition und Contact Improvisation unterrichtet. Sie bereist auch die Welt, um auf verschiedenen Festivals zu unterrichten. Nach Jahren der Erforschung des Geschichtenerzählens in einer Solo-Reihe mit dem Titel "Biografien" hat Jessy begonnen, die Geschichte der Hypnose zu erkunden. Inspiriert durch hypnotische Erfahrungen mit dem Künstler Marcos Lutyens und mit dem Tanzstipendium des Berliner Senats 2013 ausgestattet, nutzt Jessy die Ideen der Hypnose, um neue Möglichkeiten der Wahrnehmung einer Performance durch das Publikum zu erkunden. Jessy gehörte zum Team des Ponderosa Tanzland Festivals, war Teil von Tino Sehgals "dOCUMENTA(13)"-Wunder, performte oft auf den Bühnen von Lucky Trimmer und war an Konzerten des Musikers Barnaby Tree beteiligt. Man kann ihre Überlegungen in Gesprächen mit anderen Berliner Künstlern in einer Podcast-Serie von Ponderosa-Radio hören oder ihre Stimme im Film "Fictions & Futures # 1" (gezeigt auf der 65. Berlinale) "spielen" hören. Nachdem sie 2014 am HZT Berlin einen Yoga-Hypnose-Kurs gegeben hat, ist Jessy als Mentorin für einzelne Studierende sehr aktiv. Sie betreibt einen erfolglosen Blog und hat den unerfüllten Traum, beim (realen) Radio zu arbeiten. Ihre Mutter denkt, sie ist ein voller Erfolg. Historisch: Jessy wurde 1975 in Salt Lake City, Utah/USA geboren. Sie machte ihren Master-Abschluss in Tanz, Performance und Choreografie 2003 am Mills College in Oakland, Kalifornien/USA und zog kurz darauf nach Berlin.

[Quelle: Abendzettel]

Die Trailer von "Sorrow Swag" und "A Dance for a Sub-conscious State" sind auf der Seite von Tanzforum Berlin verfügbar.



[jup]

Abendzettel
Regie
Darsteller
Standorte
MCB
Reihe
Aufnahmedatum
Sonntag, 28. September 2014
Orte
Stadt
Berlin
Land
Deutschland
Kamera
Walter Bickmann
Länge
82 min