INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-7521

TIE-UP / the time before the last / Minimal Dance / JOHN

Beschreibung

1. TIE-UP 
Der Ausgangspunkt unserer Recherche ist der "Bolero" von Maurice Ravel. Beginnend mit kleinen Auflösungen von Verbindungen bringen wir uns in Situationen, die sich fortlaufend verändern und wachsen schließlich in einem Akkumulationsprozess bis hin zu einem Crescendo der Bewegungen. Die Bewegung bringt uns auf einen Weg ohne Halt, indem wir den Raum um uns herum erkunden und entdecken, wie eine Kreatur, die aus zwei Körpern besteht.

Arianna Rodeghiero wurde 1986 in Mailand geboren. Ihre künstlerische Ausbildung begann mit Theater und Musik, bis sie schließlich zum zeitgenössischen Tanz kam. 2009 machte sie ihren Abschluss an der D.A.M.S University for Art Music and Show in Bologna. Zudem absolvierte sie eine professionelle Aubildung in zeitgenössischem Tanz am "Modem Atelier" der Roberto Zappalà  Dance Company in Catania, Italien. Sie versucht stets, Tanz mit Theater zu verbinden. Seit kurzem lebt sie in Berlin, wo sie hauptsächlich bei LaborGras unter der Leitung von Renate Graziadei und Arthur Stäldi arbeitet, ihre eigenen Projekte entwickelt und mit anderen Künstlern zusammen Stücke kreiert. Im November 2013 hat sie bei "10 times 6" im ada Studio mit großem Erfolg ihr Solo "Sonata in 3 movements" präsentiert.

Maria Giulia Serantoni wurde 1987 in Busto Arsizio in Italien geboren. 2009 schloss sie ihr postgraduales Tanztheater-Studium an der Paolo Grassi School of Drama in Mailand, Italien, ab. Im selben Jahr gründete sie die Fattoria Vittadini Dance Company, die aus der Paolo Grassi School hervor gegangen ist. 2010 absolvierte sie einen 6monatigen Kurs am "Modem Atelier" der Roberto Zappalà  Dance Company in Catania, Italien. Sie arbeitet als freischaffende Tänzerin mit verschiedenen Companys wie z.B. das Samotracia Dance Theatre und die Shuko Company und kreiert eigene Projekte. Im Moment lebt sie in Berlin, wo sie hauptsächlich bei LaborGras unter der Leitung von Renate Graziadei und Arthur Stäldi arbeitet.

[Quelle: Abendzettel]

2.the time before the last 
Wir sind gefüllt mit Erinnerungen, aus der Kindheit und aus den letzten fünf Minuten. Sie sind wahr und falsch, möglich und unmöglich, vergangen und zukünftig. Sie formen unsere Identitäten. Gibt es eine Erzählung? Sie sind in unsere Körper eingeschrieben und in unsere Handlungen, in die uns umgebenden Objekte, in die Räume, in denen wir uns bewegen. Wir initiieren einen Prozess mit all den Protagonisten, wir erschaffen eine Landschaft und wir verorten uns, wir verlieren uns, wir re-orientieren uns fortwährend. Unsere Köper sind die alleinigen Zeugen, die Archive. Lasst uns die Ordnung durcheinander bringen und uns an das erinnern, was wir nicht erinnern können, um zu vergessen, was wir nicht vergessen können. Willkommen zu dieser "guided tour", in und durch den gegenwärtigen Moment!

Mira Hirtz studiert Kunstwissenschaft und Philosophie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Sie hat in Performances mitgewirkt und an Workshops und Festivals teilgenommen, die Bewegungskonzepte aus der Bildenden Kunst und der Darstellenden Kunst sowie Theorie und Politik miteinander vereinen. Zur Zeit studiert sie Tanz, Kontext, Choreografie am Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz in Berlin. Mehr und mehr nähert sie sich Kunst mit einem körperlichen Ansatz, um die Möglichkeiten der Life Performance und verschiedener Körperzuständen auf ihre Widersprüche, Herausforderungen und Erzeugung von Präsenz hin auszutesten.

Netta Weiser ist Choreografin und Tänzerin. Sie hat an "The school of visual theater" in Jerusalem/Israel und am "Dance training program for professional dancers" in Tel-Aviv/Israel, studiert. Ihre Arbeiten wurden auf Tanz-, Musik- und Performance-Veranstaltungen und Festivals gezeigt. Momentan studiert sie Neurobiologie an der Tel-Aviv University und ist weiterhin künstlerisch tätig, performt und unterrichtet Ballett.

[Quelle: Abendzettel]

3. Minimal Dance 
"Minimal Dance" ist ein work in progress-Stück, das als Suche nach einer "minimalen Wirklichkeit" kreiert wurde. In diesem Projekt ist der Sound eine Erinnerung, die in meinem Körper ein Echo erzeugt. Mein Projekt der "minimalen Wirklichkeit" begann damit, dass ich Techno-Musik mit Kopfhörern hörte, um damit zu experimentieren, wie mich diese Wahrnehmung in einen bestimmten physischen und emotionalen Zustand bringt. Der Zustand der Trance wird auf rätselhafte Weise erreicht, das heißt, mein eigenes Bewusstsein wird schwächer oder verwandelt sich sogar in eine Art Euphorie, die meinen Körper durchdringt. Das Hören dieser speziellen Art von Musik, die aus kurzen melodischen Zellen, die obsessiv wiederholt werden, besteht, brachte mich zu rhythmischen Figuren, die eine spezielle Choreografie hervor bringen, gekennzeichnet durch harte Gesten, Unpersönlichkeit und emotionale Distanz. Bei meiner Suche nach dem Tanz fühlte ich eine Spannung, die darin bestand, dass ich dieselben Schwingungen gemeinsam mit dem Publikum wahrnehme, ein Hämmern, das an der Oberfläche bleibt.

Monica Gentile, Tänzerin und Performerin mit ganz unterschiedlichen Bewegungserfahrungen, lebt in Italien und Berlin. Sie studierte an der Universität Bologna (Italien), an der "Dams" (Abteilung Theater, Tanz, Bildende Künste, Musik und Film, Fakultät Literatur und Philosophie). Sie arbeitete mit den Choreografen Anna Albertarelli (Gohatto und Vi-Kap), Simona Bertozzi, Nicola Laudati, Virgilio Sieni (Direktor der Tanz-Biennale in Venedig), Michele Di Stefano (MK), Sonia Brunelli (Barokthegreat) und gründete 2010 gemeinsam mit der Choreografin Cristina Rizzo die Research-Gruppe CAN I. Sie war 2011 Finalistin beim Prize GD'A (Emilia Romagna) als Interpretin des Tanzstücks "Garage Kit" von Francesca Burzacchini. Sie studierte Butoh bei Yoshito Ohno und Atsushi Takenouchi und trainiert Kampfkunst (Kung fu, Aikido, Kinomichi). Sie ist Yogalehrerin und praktiziert Meditation.

[Quelle: Abendzettel]

4. JOHN 
"JOHN" ist ein Männertrio des amerikanischen Choreografen Gierre J Godley. Das Stück erforscht den JOHN DOE-Faktor* eines jeden Individuums. Die Tänzer versuchen herauszufinden, was an ihrer eigenen Identität ihnen unbekannt ist. 
* in den USA bezeichnet JOHN DOE eine Person mit ungeklärter bzw. unbekannter oder geheimer Identität, beispielsweise in Akten und auf Formularen. In der deutschen Sprache fehlt ein Platzhaltername mit ähnlicher Bedeutungsvielfalt. Gebräuchlich sind etwa N.N. oder Max Mustermann (WIKIPEDIA)

Gierre J Godley, Regisseur/Choreograf, absolvierte die Tisch School of the Arts in New York. Geboren und aufgewachsen ist er in Little Rock (Arkansas/USA). In New York gründete er PROJECT44, eine Männer-Company, die sich der Präsentation der Schönheit der männlichen Kunst widmet. Gierres Arbeiten wurden in verschiedenen New Yorker Theatern gezeigt, u.a. im Skirball Performing Arts Center, Joyce Soho, Baruch College, Ailey Citigroup Theater, Salvatore Capezio Theater, Kaatsbaan International Dance Center und Symphony Space, sowie in Montreal (Kanada), Barcelona (Spanien) und Manchester (Großbritannien).

Aaron McGloin, Tänzer, kommt aus Arizona und studierte Choreografie an der Arizona State University. In den letzten Jahren arbeitete er mit verschiedenen Companys in Phoenix, Chicago und New York und tanzt momentan bei Gierre Godley/PROJECT44 und Christopher Williams. 2007 gründete er seine eigene Company, Aaron McGloin Dance, mit der er Stücke kreiert, die sich durch extreme Körperlichkeit, Einfachheit und Sinn für Humor auszeichnen. Seine Arbeiten wurden u.a. bei Joyce Soho, RoofTop Dance Series, Dance New Amsterdam, Center for Performance Research und Dixon Place gezeigt.

Collin Ranf, Tänzer, begann mit 14 seine Tanzausbildung und studierte später an der Royal Winnipeg Ballet School. Er machte seinen BA in Tanz an der University of Montana und ist außerdem Yoga-Lehrer. Collin hat u.a. in Stücken von Bebe Miller, Susan Marshall, Brian Gerke, Chris Masters und Bryan Strimpel getanzt.

[Quelle: Abendzettel]

Die Trailer von "the time before the last", "Minimal Dance" und "JOHN" sind auf der Seite von Tanzforum Berlin verfügbar.

Abendzettel
Choreographie
Darsteller
Standorte
MCB
Reihe
Aufnahmedatum
Sonntag, 24. August 2014
Orte
Stadt
Berlin
Land
Deutschland
Kamera
Walter Bickmann
Länge
73 min