Dream.F.H
ein Tanzsolo von und mit Yaron Shamir
Während ich warte, dabei mich und die anderen beobachte, beschäftigt mich mein Verlangen, mich selbst neu zu erfinden, angesichts des Grabens zwischen Wirklichkeit und Fantasie. Ich bemerke, wie die Welt der Fantasie unvermeidlich zu meiner täglichen Wirklichkeit gehört.
Ich werde mir bewusst, dass ich versuche, meine Ängste zu benennen. Angesichts der Fantasie und der Leidenschaft verspüre ich das Verlangen, eine Brücke zwischen beiden Welten zu bauen, die einen endlosen Dialog zu führen, um ihre Existenz zu rechtfertigen.
Im Augenblick gefangen, isoliert von der Welt , suche ich nach Worten, um Schlichtheit zu schaffen, die es erlaubt, sich der Fantasie durch die Wirklichkeit zu nähern. Eine Sekunde, ehe ich den Prozess der Überbrückung beginne, zwischen den Welten der Endlosigkeit und des Bewusstseins, rieche ich das Verlangen und bin doch gelähmt angesichts der Notwendigkeit, die Realität zu verändern. Der Drang zur Perfektion innerhalb dieses Prozesses ist gesprenkelt mit Kompromissen. Angetrieben wie in einer Sekte, begebe ich mich mit meinem Jagdinstinkt auf den Weg, Befriedigung zu erlangen. Ertrinkend in den endlosen Möglichkeiten, wie man sich aus einer Welt von Druck und Notwendigkeiten der Süße nähert.
Ich bewege mich wie ein blinder Clown auf einer dünnen, grauen Linie zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Halluzination und Wirklichkeit. Der Wahnsinn beginnt, wenn diese beiden gegensätzlichen Welten aufeinandertreffen.
Was bleibt, ist, Verantwortung zu übernehmen für die Konsequenzen.
Yaron.
Choreographie / Tanz: Yaron Shamir
Fotos: Karrn Schlze, Birgit Stu
Videoschnitt: Dalia Castel
Übersetzung von Dr. Nicholas Vazsonyi & Thomas Voegele
Danke an: Michael Braun, Henning Louw, Oliver Doerell, Gerhard Hoffmann, Lutz Büge, JugendtheaterBüro Berlin
Trapped in the moment, cut off from the world, I search for the words that will allow me to get closer to fantasy through reality.
Moving like a blind clown on a thin grey line between hallucination and reality, I dive into a process of transcending the world of consciousness into infinity, knowingthat will I build bridges the madness will beginwhen these two opposite worlds meet.
The urge for perfection within this process is spattered with compromise.
I wait.
Watching the others and myself.
Realizing that I am trying to name my fears.
What remains is to take responsibility for the consequences of what is left in the end.
Yaron.
Choreography / Dance: Yaron Shamir
Photos: Karrn Schlze, Birgit Stu
video editing: Dalia Castel
Translated by Dr. Nicholas Vazsonyi & Thomas Voegele
Thanks: Michael Braun, Henning Louw, Oliver Doerell, Gerhard Hoffmann, Lutz Büge, JugendtheaterBüro Berlin
(Quelle: dock11-berlin.de)
lng
Yaron Shamir