Choregrafie/Tanz/ Konzept/Text: Kettly Noël
Kostüme: Sahar Freemantle
Licht: Cyril Givort
Assistenz: Lydia Carillo
Externe Beratung: Nelisiwe Xaba
Koproduktion: Le Quartz-Scène nationale (Brest), Bonlieu-Scène nationale d’Annecy, Institut français, Ministère des Affaires étrangères et européennes, Service de Coopération et d’Action Culturelle de l’Ambassade de France au Mali
Eine Frau. Nachts. In Afrika. Sie irrt durch eine Stadt, vielleicht Bamako. Ihr Körper schlängelt sich mit der Musik und dem Licht durch den Raum und löst sich in geheimnisvollen Visionen auf. Eine intime und verstörende Erzählung auf der Suche nach dem Anderswo, in der die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmt.
Kettly Noël setzt auf der Bühne die „Verwirrung des Körpers“, von der Frau zur Tänzerin, von der Tänzerin zur Interpretin, von der Interpretin zum Charakter, vom Charakter zur Verwandlung und von der Verwandlung zur Performance um. Inspiriert vom Ambiente der Bars und Nachtclubs wählt sie die Form einer intimen Erzählung, die die Beziehung zwischen der Frau und den Sehnsüchten, die sie auslöst, ergründet.
Kettly Noël
Gebürtig aus Port-au-Prince, Haiti, begann die Choreografin und Tänzerin Kettly Noël im Alter von 17 Jahren am Haitian-American Dance Theatre (jetzt World Dance Theatre) und wechselte mehrmals ihren Standort. Im Laufe der vergangenen 15 Jahre hat Kettly Noël einen großen Fundus an Tanzkunst erschaffen, der viel in Afrika und Europa zu sehen war, und der sich vor allem mit Identität und dem Kampf um die Position afrikanischer Künstlerinnen und Frauen befasst. Dazu gehören die Stücke Ti’chelbé, Errance, L’Autre, Zones Humides Imaginaires und Bonjour Madame Noël.
Kettly Noël siedelte 1999 nach Mali über und gründete dort Donko Seko, eine Organisation, mit der sie die Möglichkeit für Tanzworkshops und choreografische Forschung schuf. Sie etablierte zudem das Bamako Dance Festival.
Festival Moussokouma - Zeitgenössischer Tanz aus Algerien, Côte d’Ivoire, Mali, Marokko, Senegal, Südafrika
(lng)
Kettly Noël