INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-6649

M!M

Beschreibung

Ein Duo für Matthieu Burner und Mikael Marklund untersucht die choreografische Geste im Verhältnis zum Konzept der Freundschaft nicht nur aus der Perspektive einer privaten und intimen Beziehung, sondern auch im Hinblick auf seine politische Dimension. Für Jacques Derrida könnte ein Denken der künftigen Freundschaft und der Freundschaft gegenüber der Zukunft ' als Denken des “Vielleicht” das einzig mögliche Denken des Ereignisses auf den Weg bringen. Wie ließe sich das “Demokratische” organisieren, ohne aus einer Perspektive des Konflikts zu operieren?

A duet for Matthieu Burner and Mikael Marklund examines the choreographic gesture in relation to the concept of friendship. For Jacques Derrida, a thought of the friendship to come and that of a friendship for the future ' as a thought of the ‘perhaps’'perhaps engages the only possible thought of the event. How might the ‘democratic’ be organized without operating from a perspective of conflict?

Ausschnitt aus:
Beglückt von der Sprache des Tanzes
Der Regisseur und Choreograf Laurent Chétouane
Von Gerrit Stratmann
(…)
Sein neustes Stück für zwei Tänzer, “M!M”, ist eine Auseinandersetzung mit dem Konzept der Freundschaft, das zum 50. Geburtstag des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages in jeweils drei Städten beider Länder aufgeführt wird. Als Franzose, der in Deutschland lebt, ist Laurent der ideale Regisseur für diesen Anlass. Auch wenn er sich selbst in keinem der beiden Länder ganz zu Hause fühlt: “Frankreich ist mir ein bisschen fremd geworden. Ich blicke (auf) die Franzosen, wenn ich zurückkomme, wie ein Fremder, und die blicken auf mich auch so. Und ich finde das ganz toll. Ich glaube, dass diese Auflösung der einen Identität - das ist wie eine Befreiung.”
Matthieu und Mikael sind die beiden Tänzer, die in M!M das Zusammenleben in wechselnden "Freundschaftsräumen" auf der leeren Bühne choreografisch erproben.
(…)
“Letztendlich ist es sehr konkret, wie ein Krieg zwischen Deutschland und Frankreich. Es geht um Grenzen. Wo findet denn Krieg statt? Zuerst an der Grenze. An der Linie zwischen den zwei Ländern, und es geht um Grenzverschiebungen.” Politik und Tanz vermischen sich für Laurent ganz konkret. Nicht nur bei diesem Stück. Immer sieht er im Tanz auch eine politische Dimension. “Ich würde sagen, die ganze Philosophie, die gerade hinter meiner Tanzsprache steckt, ist Geben. Und der Akt des Gebens ist ein politischer Akt. Wenn man denkt zuerst, du gibst, und dann schaust du, was passiert. Ist das Gegenteil von dem, was man gerade erlebt: Haben. Beherrschen. Ausschließen. Und
da wird Tanz politisch.”
(…)
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/2090507/

Kostüme:
Sophie Reble

Dramaturgie:
Leonie Otto

Licht:
Stefan Riccius

Assistenz:
Leonie Rodrian

Produktion:
Laurent Chétouane im Rahmen des Projekts TRANSFABRIK

Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, Theater Bremen und Kampnagel Hamburg. Gefördert durch die Basisförderung Berlin / Regierender Bürgermeister von Berlin ' Senatskanzlei ' Kulturelle Angelegenheiten. Mit freundlicher Unterstützung von Dock11/*****Eden Berlin.

(Quelle Programmheft)
tpw

Choreographie
Darsteller
Standorte
MCB HZT
Aufnahmedatum
Mittwoch, 08. Mai 2013
Orte
Stadt
Berlin
Land
DE
Kamera
Christof Debler
Länge
50 min
Schlagworte