Im Rausch einer Mitsommernacht verführt die Grafentochter Julie den Diener Jean. Als der Rausch der Ernüchterung weicht, schlägt Julies Leidenschaft in Hass um. Die geplante Flucht mit Jean scheitert, der Ausgang ist tragisch.
Das Spannungsfeld von Kühle und Sinnlichkeit, von Begehren und verdrängten Emotionen ist es, das Irina Pauls in den Vordergrund ihrer Adaption stellt. Die Konzipierung der Figuren stützt sich stark auf die Individualität der Tänzer. Mehrere berühmte Choreografen haben das Trauerspiel von August Strindberg (Uraufführung 1889 in Kopenhagen) als Vorlage für Ballettwerke gewählt, genannt seien nur Birgit Cullberg und Kenneth MacMillan. Irina Pauls erarbeitete eine ganz eigene Fassung, in der das Schicksal von Julie und Jean eine Verallgemeinerung erfahren hat, denn die Schwierigkeit einer Beziehung über die Klassenschranken hinweg besitzt heute wieder eine neue Bedeutung. Die Premiere des Tanzstücks findet Mitte November statt.
INSZENIERUNG, CHOREOGRAFIE UND AUSSTATTUNG: Irina Pauls
MUSIK: Johann Sebastian Bach – Wohltemperiertes Klavier, I. und II. Teil
BEARBEITUNG: Marcus Ludwig
TÄNZER: Riccarda Herre (Julie), Angelika Wenzel (Christine), Achim Striberny (Jean), Werner Stiefel (Verlobter) und Anne Bergel, Christina Brückner, Steffi Pfefferkorn, Hephziba Tintner, Ives Bastos de Araujo
KLAVIER: Marcus Ludwig
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