INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-2738

Orpheus und Eurydike (1)

Autorenschaft
Beschreibung

Live-Übertragung der Aufführung: Glucks "Orpheus und Eurydike".
Die Uraufführung von Pina Bauschs Choreographie fand 1975 in Wuppertal statt, ein Jahr nach "Iphigenie auf Tauris" (1974). In der Spielzeit 2004/05 zeigte Pina Bausch diese Tanzoper aus den 70er Jahren an der Opéra Garnier, in einer Bearbeitung für die Tänzer des berühmten Opernhauses. Seitdem gehört das Stück zum Repertoire.
Zur Handlung: Der begabte Sänger, Leierspieler und Dichter Orpheus zieht mit seiner Kunst Menschen und Tiere in Bann. Er verliebt sich in die Nymphe Eurydike, die, kaum, dass sie ihm angetraut ist, an einem Schlangenbiss stirbt. Der untröstliche Orpheus steigt in den Hades, um sie zu suchen. Die Götter, von Orpheus’ Spiel und Gesang betört, gewähren dem Unglücklichen eine Gunst: Er darf Eurydike ins Leben zurückholen, vorausgesetzt er dreht sich erst nach ihr um, wenn sie das Tageslicht erreicht haben. Doch kurz vor dem Ziel erliegt Orpheus seinem Verlangen und dreht sich nach Eurydike um. Verzweifelt über den endgültigen Verlust seiner Geliebten, zieht sich Orpheus ins Gebirge zurückt. Die Thrakerinnen, die sich von ihm verschmäht fühlen, reißen ihn in Stücke und zerstreuen seine Glieder. Orpheus' Kopf und die Leier werden an die Gestade der Insel Lesbos gespült, der Heimat der Dichtung. Orpheus' Seele wandert in die Unterwelt zu der Eurydikes und der Glückseligen.
Willibald Glucks Oper gehört zu den wichtigsten künstlerischen Verarbeitungen des Orpheus-Mythos. In seiner ersten Fassung dienten die italienischen Verse von Ranieri de Calzabigi als Libretto ; die Uraufführung fand 1762 in Wien statt. Für das französische Publikum legte Gluck seiner Oper das Libretto von Pierre-Louis Moline zugrunde.
Das ist auch die von Pina Bausch verwendete Fassung. Sie folgt der Erzählung im Wesentlichen, aber den Schluss übernimmt sie aus der italienischen Version: Orpheus stirbt an der Seite von Eurydike. Die Texte werden in der vorliegenden Inszenierung allerdings auf Deutsch gesungen.
Ihre Aufführung unterteilt Pina Bauch in vier Bilder, denen sie jeweils einen symbolischen Titel gegeben hat: Trauer, Gewalt, Friede, Tod.
Teil 2 auf DV-2739, Master auf DV-2738.

Choreographie
Darsteller
Marie-Agnès Gillot, Yann Bridard, Wilfried Romoli, Emilie Cozette, Miteki Kudo
Standorte
MCB HFS
Aufnahmedatum
Samstag, 16. Februar 2008
Orte
Stadt
Paris
Land
F
Länge
80 min