INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-5666

Here / After

Autorenschaft
Beschreibung

Agoraphobie, Platzangst, bezeichnet die Angst vor bestimmten, vor allem vor öffentlichen und weiten Plätzen sowie Menschenansammlungen. In der westlichen Welt ist Agoraphobie tatsächlich die meist diagnostizierte Phobie. Sie löst Panikattacken aus, in vielen Fällen kann die eigene Wohnung nicht mehr verlassen werden. Obwohl die Medizin sie tendenziell als einen psychologischen, ja sogar physiologischen Defekt des Individuums betrachtet, richten sich einige kritische Studien an die Notwendigkeit, die Gründe dieser Krankheit in der Natur und in den Eigenschaften des Raumes selbst zu suchen ' also die Stadt als eine wahrscheinliche Ursache zu analysieren.

In "Here / After" begibt sich Constanza Macras mit vier Performern und einem Musiker auf die Spurensuche dieses Krankheitsbildes mit all seinen Ausprägungen wie Hyperventilation, Panikattacken, Schwindel und Desorientierung. Stellt das alltägliche Leben in der Großstadt eine Art Bedrohung für den Menschen dar? Sind Panikattacken in einer Shopping Mall nicht eine natürliche menschliche Abwehr und warum müssen diese therapiert werden? Das Stück untersucht das Verhältnis von Anonymität und Vereinsamung, von Individuum und urbanem Leben, von öffentlichen Räumen und seinen pathologischen Manifestationen. Wir sehen Appartements beklemmender Enge, begegnen zwei Frauen, die zusammenleben und sich mit allen möglichen Ausreden gegenseitig überzeugen, ihre Wohnung nicht mehr verlassen zu müssen, einen einsamen Musiker, dessen einziger Traum, Rockstar zu werden, darin endet, dass er vor Menschenansammlungen furchtbare Angst hat, einen Ausländer, der nie spricht, und einen Lieferanten, der das einzige Verbindungsglied zwischen diesen Menschen und dem gefürchteten "Draußen" ist. Denn noch nie war es so einfach, "bei sich" zu sein in einer Gesellschaft, die mit scheinbar endlosen Möglichkeiten der Kommunikation über Internet, Chatrooms und Lieferservices eine Konfrontation mit dem "Außen" vermeidbar macht. Und überhaupt: was gibt es da draußen, das man unbedingt live erleben müsste?

Agoraphobia, agoraphobia referred to the fear of certain, especially with public and other space in front of crowds as well. In the Western world agoraphobia is actually the most commonly diagnosed phobia. They lost from panic attacks, in many cases can no longer be left to her own apartment. Although the medicine they considered tended as a psychological and even physiological defect of the individual to some critical studies focus on the need to seek the cause of this disease in nature and in the properties of space itself - so the city as a likely cause to analyze.

In "Here / After" is Constanza Macras goes with four performers and a musician in the footsteps of this disease with all its Ausprägungen such as hyperventilation, panic attacks, dizziness and disorientation. Everyday life in the big city for a kind of threat to the people represent? Are panic attacks in a shopping mall not a natural human defense and why it has to be treated? The piece examines the ratio of anonymity and isolation, the individual and urban life, with public space and its pathological manifestations. We see tightness oppressive apartments, meet two women who and together are convincing demonstration of each other with all the possible excuses to have to leave no longer her home, alone musician, whose only dream of becoming a rock star, it will end, that he has in front of crowds of people terrified, a foreigner, who never speaks, and a supplier of the only connecting link between these people and the dreaded "outside". Because there has never been so easy to be in a society that is over with seemingly endless possibilities of Internet communication, chat rooms and delivery services a confrontation with the "outside" makes avoidable "with itself". And überhaupt: what's out there that it was imperative to live?

(Quelle: HAU Abendzettel)

isrr

Regie
Gruppe / Compagnie / Ensemble
Darsteller
Fernanda Farah, Tatiana Eva Saphir, Miki Shoji, Ronni Maciel, Santiago Blaum, Janaina Pessoa
Standorte
MCB HZT
Aufnahmedatum
Donnerstag, 08. Dezember 2011
Orte
Stadt
Berlin
Land
Deutschland
Kamera
Walter Bickmann
Länge
113 min