INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

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MCB-DV-210

Taboo or not

Autorenschaft
Beschreibung

"Taboo or not" heißt ihre neueste Arbeit, in der Margaret Illmann eine makabre Geschichte über die Sezierung ihres Lebensgefährten erzählt, ein Zweiter gibt ein Silben verschluckendes Kauderwelsch von sich, ein Dritter kann nur noch seine Gelenke in merkwürdigste Richtungen verdrehen. "Taboo or not", am Halleschen Ufer gemeinsam mit dem Duett "Different Directions" gezeigt, spielt mit der Lust an der Intimität und den absurden, die Peinlichkeit überspielenden Selbstinszenierungen. Es ist Donlons bislang geglücktestes, stringentestes Stück, getragen von einem umwerfenden Bewegungswitz. Bislang stand der Choreografin ihr Wunsch Geschichten zu erzählen meist im Wege, auch in "Taboo or not" sind die Spuren nicht ganz verwischt, schimmert ab und an das Handlungsgerüst durch. Doch erstmals entfaltet sich die choreografische Begabung, die in anderen Arbeiten mehr Versprechen blieb. (Quelle: Berliner Zeitung vom 25.11.2000)

"Taboo or not" ist eine intensive Auseinandersetzung mit der Faszination des Geheimnisvollen, jedes Tabu schafft einen "Raum" um sich, der die Fantasie jedes Menschen aufs höchste anregt. Die aus diesen Imaginationen und dem Wunsch des Mitteilens entspringende nervöse Energie nimmt oftmals skurrile, humorvolle und ironische Formen an. Die innere Notwendigkeit des Menschen, ein Tabu zu brechen, in den "verbotenen Raum" einzudringen, zwingt jedoch zur Auseinandersetzung mit der Intoleranz der Gesellschaft. Was als Ausbruch gedacht war, führt oft zur Isolation. (Quelle: Programmheft)

Master mit auf DV-209.

Gruppe / Compagnie / Ensemble
Choreographie
Darsteller
Stefania Gianetti, Margaret Illmann, Toby Kassell, Leo Mujuc, Tomislav Petranovic, Ronald Savkonic
Standorte
MCB
Reihe
Aufnahmedatum
Sonntag, 26. November 2000
Orte
Stadt
Berlin
Land
DE
Kamera
Andrea Keiz
Länge
30 min