INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-TV-8313

Lear

Beschreibung

Shakespeares über die Jahrhunderte gealtertes Fossil König Lear kriecht aus seinem Loch und will, dass seine Geschichte erneut gespielt wird. Auslöser der Geschichte und Ursache für das Spiel ist die Katastrophe. Eine Katastrophe, die schon längst geschehen ist, die aber in Augenblicken, im Spiel, wieder gegenwärtig wird.

Samuel Beckett variierte den König und seinen Narren in „Endspiel“.
Clov: „Lass uns aufhören zu spielen!“ – Hamm: „Nie! Leg mich in meinen Sarg!“

Diese Inszenierung schreibt Beckett fort und sucht den Rückbezug zu Shakespeare auf. Der gesamte „König Lear“ wird durch ein Erinnerungsperspektiv betrachtet. Alle Personen, bis auf Lear und Narr, sind nur Abbild, Fragment, Staffage. Auch wenn der Narr und Cordelia nicht die gleichen Personen sind, so bringen sie doch einander hervor. Auch wenn Lear kein König mehr ist, Vater wird er immer bleiben. Frank Schneider spielt den Lear, Michael Vogel ist der Narr, der sich in Figuren und Material vervielfältigt und dem König auf der Heide die apokalyptischen Figuren seines Wahnwitzes vorhält.

Narr: „Nicht weiter, Sir, ich kann hier so gut verfaulen als an einem andern Ort.“ –
Lear: „So schenk ich euch das Leben. Kommt, wenn ihr es tragen wollt, so müsst ihr laufen.“

Eine Koproduktion des Figurentheater Wilde & Vogel mit dem FITZ! Zentrum für Figurentheater Stuttgart und dem Lindenfels Westflügel Leipzig

Die Produktion wurde gefördert durch das Kulturamt der Stadt Stuttgart, Fonds darstellende Künste e.V. und die Stiftung Landesbank Baden-Württemberg

Regie-Mitarbeit:
Antonia Christl

Ausstattung:
Michael Vogel

Grafik:
Robert Voss

Film- und Fernsehproduktion von:
cam goez
Ertan Erdogan

DVD und http://www.figurentheater-wildevogel.de/
Regie
Gruppe / Compagnie / Ensemble
Darsteller
Bühnenbild
Musik
Standorte
MCB
Sprache
DE
Aufnahmedatum
Donnerstag, 01. Oktober 2009
Orte
Stadt
Leipzig
Land
Deutschland
Länge
66 min
Schlagworte