INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-TV-739

Elektra.de

Autorenschaft
Beschreibung

Elektra.de inszeniert von Martina Veh:

Ein Grenzgang zwischen Sprech-, Musik- und Bewegungstheater mittels Videotechnik und Meyerholds Biomechanik. Die drei Frauen, alle Elektra, treten auseinander, um die Szenen mit der Schwester, der Mutter... und Orest zu imaginieren, scheinbar Wirklichkeit werden zu lassen. Alle Frauenfiguren, Elektra, die Mutter Klytaimnestra und auch die Schwester Chrysothemis, die sich in einer nicht minder verzweifelten Situation befinden, tragen klare Züge von Elektras Befindlichkeit. Die Klage, bzw. der innere Zustand, Elektras findet Entsprechung in einem Klanggeflecht, das auf improvisatorischer Basis mit der Sängerin erarbeitet wurde. Der Chor bildet das Spiegelbild der Elektra, ihre innere Welt, die Zweifel, die Gedankenspiele, die Kommentare; Wünsche und Ängste: Drei Monitore mit dem glatzköpfigen (Opfer der Haarlocken) Ebenbild der Darstellerinnen treten mit diesen in Dialog. Somit ergibt es sich für die Chorteile, u.a. gleichberechtigt mit den drei Darstellerinnen, daß man mit den Monitoren insgesamt sechs Leute, akustisch teilweise sogar zwölf Leute, als Chor im Raum wahrnimmt.
(Quelle: Eigenwerbung)

"Das Stück ist als Emotionsblock ein Wagnis,...Doch im "Theater...und so fort" lohnt es sich. Weil die Regisseurin Martina Veh ins Innere der Figuren denkt, weil das Bühnenbild einen Sog in den Raum zaubert und fahles Licht auf extreme Figuren fällt. Drei Darstellerinnen, drei Monitore, mehr nicht...Als archaisches Erschauern, doch auch als Leidensgeschichte, ganz nahe bei uns.
Egbert Toll, Süddeutsche Zeitung 20./21.5.2000
"Die Bearbeitung von Martina Veh unternahm einen Grenzgang zwischen Sprech-, Bewegungs- und Gesangstheater, dem neueste Technik ungeahnte Möglichkeiten für Gleichzeitigkeit ergaben.... Gutes Theater wurde geboten, eines, das den berühmten Stoff wieder in die Diskussion bringt durch seine Wesenhaftigkeit.
Ursula Noser, 6.3.2001 Schaffhausen

Regie
Darsteller
Tinka Kleffner, Daniela Schneider, Karen Breece, Melanie Sigl, A. L. Warnken-Friedrich
Standorte
MCB
Aufnahmedatum
Montag, 28. August 2000
Kamera
n.n.
Stadt
München
Land
DE
Länge
80 min
Schlagworte