INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-TV-7342

Wolf

Autorenschaft
Beschreibung

Bühnenbild: Bert Neumann
Choreografie: Gabriela Carrizo
Dramaturgie: Hildegard De Vuyst
Musikalische Bearbeitung: Sylvain Cambreling
Kostüme: Lies van Asche
Hunde, Sex & Karaoke: Das Mozart-Projekt des belgischen Ausnahme-Regisseurs Alain Platel entwirft auf der Bühne eine Choreografie aus Gesang, Tanz, Akrobatik, Parodie, Slapstick, Gewalt, politischer Manifestation und Poesie - ein Reich der Sinne, wie es im Theater selten zu sehen ist.

Die Auseinandersetzung mit Mozart und seiner Musik führt Alain Platel zum archaischen Mutterkonflikt des "Clash of the cultures", dem Unterschied zwischen Rohem und Gekochtem, zwischen Wildnis und domestiziertem Leben, zwischen unbehauener Lebensgier und kultivierten, gebändigten Lebensentwürfen.

Platel entwirft ein Vorstadtszenario. Der Berliner Bühnenbildner Bert Neumann hat ihm dafür eine heruntergekommene Shopping-Mall gebaut. Dort flanieren zusammen 15 Tänzer und Sänger. Unter ihnen zwei Gehörlose und eine Luftakrobatin aus dem Cirque du Soleil.

Sie spielen Liebe und Hass sowie ihre politischen Statements zur Welt- und Kriegslage aus, gerieren sich als prügelnde Street-Gang, Drag-Queens und Barschlampen. Über allem, hinter Gittern, ist das Orchester postiert. Darunter befindet sich ein weiterer Zwinger, in dem die vierbeinigen Akteure, ein Hunderudel, untergebracht sind.

Sylvain Cambreling hat zusammen mit dem Klangforum Wien sowie mit drei Sängerinnen die musikalische Einrichtung nicht allein auf die Auswahl von Orchesterstücken, von Konzert- und Opernarien der späten Schaffensperiode Mozarts beschränkt, sondern sie kompositorisch bearbeitet: "Wolf" entstand in Koproduktion der RUHRtriennale mit Les Ballets C. de la B., Opéra National de Paris und in Kooperation mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin.

Peter Schönhofer hat aus dem aufgenommenen Material eine Fernsehfassung erarbeitet, die weit über die Wirkung der Vorstellung hinausgeht. Das Geschehen wird in eine Filmdramaturgie überführt und erhält durch den Einsatz filmischer Effekte zusätzliche erzählerische Kraft und Intensität.

(Quelle: http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/73d48777-0bae-407e-a15d-c3c6b4568297/20281332?generateCanonicalUrl=true)

egd

Regie
Darsteller
Quan Bui Ngoc, Franck Chartier, Serge Aime Coulibaly, Raphaelle Delaunay, Lisi Estaras, Gregory Kamoun Sonigo, Samuel Lefeuvre, Michael Lumana, Juliana Neves, Simon Rowe, Kurt Vanmaeckelberghe, Serge Vlerick, Marina Comparato, Ingela Bohlin, Aleksandra Zamojska, etc.
Standorte
MCB
Aufnahmedatum
Donnerstag, 01. Januar 2004
Kamera
Michael Donecker
Länge
130 min