INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

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MCB-TV-1328

Who's afraid of representation?

Autorenschaft
Beschreibung

+ lecture im Anschluss an die Vorstellung. (29 min.) Die Lecture läuft auf dem Master über 42 min.

Mit den Mitteln der Grenzüberschreitung kämpfte die westliche Avantgarde der 60er und 70er Jahre um eine scheinbar verlorene gesellschaftliche Relevanz. Rabih Mroué und Lina Saneh konfrontieren Selbstverletzungen westlicher Body-Art Künstler und das Zur-Verfügung-Stellen des eigenen Körpers als künstlerisches Material mit dem von Gewalt geprägten Alltag ihrer libanesischen Heimat. "Who's afraid of representation?" verknüpft in einem spannungsvollen installativen Raum die radikalen Erfahrungen dieser beiden Welten und entfaltet ein faszinierendes Spiel mit Fakten und Fiktion. Rabih Mroué bezieht die spektakulären Aktionen einer Marina Abramovic, einer Valie Export, einer Gina Pane, eines Günter Brus oder eines Chris Burden, die inzwischen zur Geschichte der westlichen Performancekunst gehören, unmittelbar auf Ereignisse aus dem Bürgerkrieg im Libanon: während der israelischen Eroberung des Südlibanon, während des Kriegs der Christen gegen Drusen und Moslems, während der Teilung Beiruts, während libanesischer Angriffe auf palästinensische Flüchtlingslager. Dabei lösen sich die Grenzen von Wahrheit und Fiktion, von Kriegsrealität und Performance unmerklich auf. (Quelle: Forum Freies Theater)

Darsteller
Lina Saneh, Rabih Mroué
Standorte
MCB
Aufnahmedatum
Freitag, 25. Februar 2005
Kamera
Andrea Keiz
Orte
Stadt
Berlin
Land
Deutschland
Länge
76 min
Schlagworte