INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-SV-823

Barbarella

Autorenschaft
Beschreibung

Barbarella ist ein Science-Fiction-Film des französischen Regisseurs Roger Vadim aus dem Jahr 1968. Er wurde parallel in englischer und französischer Sprache gedreht. Vorlage waren die gleichnamigen Comics des französischen Zeichners Jean-Claude Forest, die ab 1962 in dem französischen V-Magazine und später auch in Buchform erschienen waren. Die Hauptfigur Barbarella reist durch die Galaxis und erlebt zahlreiche Abenteuer, auch erotische, mit Männern, Frauen und sogar mit einem blinden Engel. Der berühmt gewordene Anfang zeigt erstmals einen Striptease in der Schwerelosigkeit. Kritiken: Für Patrick Lee von Science Fiction Weekly fällt der Film in die Kategorie so-bad-it's-good (so schlecht, dass es (schon wieder) gut ist). Almar Haflidason von der BBC lobte die Kameraarbeit und die ausgefallenen, wenn auch billig aussehenden Sets und bemängelte, dass der Film zeitweise nervtötend werden kann. Eine Nachbetrachtung des Films durch den Betreiber des Österreichischen Werbemuseums, Peter Suschny, in Wien im Jahre 2004 ergibt hingegen, dass der Film bahnbrechend für das ist, was in den 1970ern dann als Sexwelle bezeichnet wurde. (Quelle: Wikipedia) Wir schreiben das Jahr 40.000. Der Präsident der Erde schickt die Astronautin Barbarella auf einen unbekannten Planeten, um dort den Wissenschaftler Duran Duran ausfindig zu machen. Sie soll ihm eine Geheimwaffe abjagen, die den galaktischen Frieden bedroht. Dass Barbarella Spaß an Sex hat, kommt ihr bei diesem Abenteuer sehr zugute... Seit langen Jahren hat es im ganzen Universum keinen Krieg mehr gegeben. Und das soll auch so bleiben. Darum bekommt Barbarella, erfolgreiche, hoch bezahlte Astro-Agentin, vom Präsidenten der Erde den Auftrag, den Wissenschaftler Duran Duran ausfindig zu machen: Er ist dabei, am anderen Ende des Universums eine vernichtende Geheimwaffe zu entwickeln. Zusammen mit ihrem Gefährten, dem blinden Engel Pygar, landet Barbarella in der Stadt Sogo. Abstürze, Explosionen, Kämpfe gegen Roboter und Monster sowie eine Gefangennahme durchkreuzen die Pläne der knackigen Agentin, die mit jeder neuen Katastrophe weitere Teile ihrer fummeligen Astronautenkleidung verliert. Erst mithilfe des Untergrundführers Dildano, der die Schöne und den blinden Engel rettet, stößt das Weltraumexpeditionsteam auf den gesuchten Duran Duran. Der nimmt Barbarella gefangen und traktiert sie mit seiner "Genussorgel" - einer Waffe, die durch übermäßige sexuelle Stimulation jedes Wesen töten kann. Doch Barbarella, die seit Beginn ihres Abenteuers die Vorzüge körperlicher Vergnügen für sich entdeckt hat, überlebt die Prozedur... Der erotische Science-Fiction-Film von Roger Vadim hat Kultstatus, und dies nicht nur wegen Jane Fondas legendärem Striptease in Schwerelosigkeit. Die offenen sexuellen Anspielungen und pubertären Späße weisen "Barbarella" als Vorboten der sexuellen Revolution der späten 60er Jahre aus. Genau wie bei der gleichnamigen Comic-Vorlage von Jean-Claude Forest wird Sex hier jedoch weniger als das Bewusstsein verändernde revolutionäre Praktik verstanden, sondern durchaus als Verkauf förderndes Marketinginstrument für ein erwachsenes Publikum. So findet Barbarella in jeder Situation einen Grund, einen weiteren Teil ihres ohnehin knappen Kostüms zu verlieren. Gerade dieser Unernst sicherte den kommerziellen Erfolg, machte "Barbarella" zu Amerikas sexy Exportartikel und verhalf Hauptdarstellerin Jane Fonda (die später mit dem Regisseur R. Vadim verheiratet war) zum internationalen Durchbruch. Die Tochter des Hollywoodstars Henry Fonda nahm im Actor's Studio bei Lee Strasberg persönlich Schauspielunterricht. "Barbarella" machte sie zu einem der Sexsymbole der 60er Jahre, später konnte sie sich als Charakterdarstellerin etablieren. In den 70ern wurde Jane Fonda zweimal mit einem Oscar ausgezeichnet: für ihre Verkörperung der Prostituierten Bree in dem Thriller "Klute" (1971) und für ihre Rolle in dem Vietnam-Drama "Sie kehren heim" (1978). Zu dieser Zeit engagierte sie sich bereits stark politisch, was sie zu einer umstrittenen Persönlichkeit machte. Nicht alle Amerikaner hießen ihre Beteiligung an der Bürgerrechtsbewegung gegen den Vietnamkrieg willkommen. 1990 zog sich Jane Fonda schließlich aus dem Filmgeschäft zurück, erst mit der Komödie "Das Schwiegermonster" (2005) lief wieder ein Film mit ihr in den Kinos. 2005 erschien ihre Autobiografie "My life so far", die den Platz eins der US-amerikanischen Bestsellerliste eroberte. Zuletzt stand Jane Fonda für "Georgia Rule" (2007), die neue Komödie von Garry Marshall, gemeinsam mit ihren Kolleginnen Lindsay Lohan und Felicity Huffman vor der Kamera. (Quelle: ARTE.tv)

Regie
Darsteller
Jane Fonda, John Phillip Law, Anita Pallenberg, Milo O'Shea, Marcel Marceau, Claude Dauphin, Serge Marquand, David Hemmings, Ugo Tognazzi, Véronique Vendell
Standorte
MCB
Aufnahmedatum
Mittwoch, 08. Mai 1968
Land
FR / IT
Kamera
Claude Renoir
Länge
98 min