INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-SV-7341

Eros, Tod und die Musik: von berauschenden und anderen Klängen

Beschreibung

Was lässt einem Konzertpublikum Musik unter die Haut fahren? Warum können selbst rationale Gemüter von bestimmten Klängen überwältigt werden? Musik vermag zu berühren. Aber wie tut sie das?

Wenn an einem Opernabend die letzten Takte von Wagners „Götterdämmerung“ erklingen, geschieht in unserem Inneren Phänomenales. Der Faszination von Lust und Liebe, Abschied und Tod im musikalischen Ausdruck kann sich so gut wie niemand entziehen. Im Besonderen für den Musiker sind Musizieren und Emotion aufs engste miteinander verbunden. Um höchste musikalische Intensität und eine Berührung beim Menschen zu erreichen, haben Künstler jedoch einen von der Öffentlichkeit weitgehend verborgenen, oft schwierigen Weg zu beschreiten. Technische Perfektion einerseits, aber vor allem die eigene Empfindungstiefe und Emotionalität sind die Voraussetzungen. Das Konzert, die Opernaufführung ist schließlich nur noch das Ergebnis eines Prozesses intensivster Auseinandersetzung mit einem Werk.

In „Eros, Tod und die Musik“ begeben sich international bedeutende Personen aus Kultur und Wissenschaft auf eine gemeinsame Suche nach der Erklärung für das, was Musik in und mit uns Menschen anstellt. Mit verblüffender Offenheit sprechen sie über intimste persönliche Momente der musikalischen Berührung und lassen erahnen welche ungeheure Macht Musik besitzt.

Der Pianist und Musikmanager Markus Hinterhäuser spricht aus, was die Arbeit der meisten Künstler kennzeichnet: Einsamkeit und ständiges Ringen mit sich selbst. Seine Gesprächspartnerin, die Impresaria Sonia Simmenauer erzählt von ihrer ganz persönlichen Berührung in der Arbeit mit ihren Künstlern, den bedeutendsten Streichquartettformationen. In Paris verfolgt der Film die Vorbereitungen des Hagen-Quartetts zu ihrem Auftritt. Bei der letzten Probe an Beethovens op. 132 erkennt der Zuschauer wieder das Ringen von vier Ausnahmekünstlern um jede kleinste Klangnuance.

Weitere Paarungen tauschen sich über ihre ganz persönliche Berührung durch Musik aus: Die Stargeigerin Isabelle Faust und der international bekannte Gehirnforscher Wolfgang Singer, der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer und die Starsopranistin Waltraud Meier, der Arzt und Universitätsprofessor Peter Kalhs und der Vorstand der Wiener Philharmoniker Clemens Hellsberg. Wie Künstler und Zuhörer dem Bann der Musik erliegen, erklärt der Komponist Wolfgang Rihm. Mit bildhaften Worten beschreibt er seinen persönlichen Kosmos der musikalischen Berührung.

(Quelle: http://www.3sat.de/page/?source=/musik/171257/index.html)

egd

Regie
Darsteller
Isabelle Faust, Hans Peter Haselsteiner, Clemens Hellsberg, Markus Hinterhüauser, Peter Kahls, Gustav Kuhn, Waltraud Meier, Wolfgang Rihm, Wolfgang Schmidbauer, Sonia Simmenauer, Wolf Singer
Standorte
MCB
Aufnahmedatum
Dienstag, 01. Januar 2013
Kamera
Helmut Wimmer
Länge
55 min
Schlagworte