INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-SV-4569

le chorégraphe et l`archictecte

Beschreibung

Der belgische Choreograf Frédéric Flamand und der französische Stararchitekt Jean Nouvel haben bereits auf der Expo 2000 und auf dem Tanzfestival in Cannes zusammengearbeitet. Der Film dokumentiert die Entstehung ihres gemeinsamen Arbeit 'Body, Work, Leisure'. Aus der Begegnung von Tanz und Architektur ist ein wahres Meisterstück entstanden.

Für die Architektur und den Tanz hat der Raum eine ganz besondere Bedeutung. Die Interaktion von beiden ist besonders spannend, da die Architektur etwas Dauerhaftes schafft, der Tanz aber von der Vergänglichkeit lebt. In den Choreografien von Frédéric Flamand spielt die Architektur eine besondere Rolle. Auf der Expo 2000 in Hannover haben der belgische Choreograf Frédéric Flamand und der französische Stararchitekt Jean Nouvel bereits gemeinsam an einem Projekt für den Themenpark gearbeitet. Mit 'Body, Work, Leisure' setzten sie ihre Arbeit fort und 2001 stellten sie ihr gemeinsames Werk auf dem Tanzfestival von Cannes vor. Die Tänzer verkörpern dabei verschiedene Berufe und Arbeitsweisen. Der Film dokumentiert aus der Perspektive einer Tänzerin den Schaffensprozess und die Entstehung der Choreografie. Mit Interviews wagt er einen Blick hinter die Kulissen.

Die Bühnenkonstruktionen verblüffen den Zuschauer, permanent verändert sich der Raum. Licht, Videoscreens ('bluescreens') und Spiegel helfen dabei. Der Dialog zwischen den verschiedensten Disziplinen spielt im Werk von Frédéric Flamand eine ganz besondere Rolle. Seit seinen Anfängen als Choreograf arbeitet er mit bildenden Künstlern, Architekten, Videokünstlern, Musikern und Tänzern zusammen und versucht, die verschiedenen Kunstformen in einer Art Gesamtkunstwerk zu vereinen. Frédéric Flamand hat bereits mit 'Diller & Scofidio' und Zaha Hadid zusammengearbeitet und ihre Architektur in die Choreografien mit einbezogen. Rudolf Laban, Oskar Schlemmer und Jerzy Grotowski haben das Werk von Flamand nachhaltig geprägt.

Der Choreograf Frédéric Flamand gründete 1973 die Kompagnie 'Plan K' in Brüssel. 1991 wurde er künsterlischer Leiter des 'Ballet Royal de Wallonie'. Später leitete er die Charleroi/Dances-Plan K. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören: 'Quarantaine' (1980), 'Scan Lines' (1984), 'La Chute d'Icare' (1989), 'Titanic' (1992), 'Ex Machina' (1994), 'Moving Target' (1996), 'EJM1/Muybridge - Man walking at ordinary speed' (1998) und 'EJM2' (1998). Mit der visionären Stararchitektin Zaha Hadid erarbeite er das Projekt 'Metapolis - Projekt 972'. Für den Themenpark der Expo 2000 in Hannover arbeitete er schon einmal mit dem Architekten Jean Nouvel zusammen an dem Projekt 'Futur du travail'. In diesem Jahr ist Frédéric Flamand der künstlerische Leiter im Bereich Tanz auf der Biennale von Venedig.

Der Architekt Jean Nouvel wurde 1945 in Fumel in Frankreich geboren. Er besuchte unter anderem die 'Ecole des Beaux Arts'. 1991 wurde er Vizepräsident des 'Institut Français d'Architecture'. Für seine Arbeiten erhielt Nouvel zahlreiche Auszeichnungen darunter die 'Equerre d'Argent' für das beste französische Gebäude, für das 'Institut du Monde Arabe' in Paris. Er hat außerdem die 'Opéra National de Lyon' entworfen. (Quelle: www.architipp.de) / jst

Regie
Choreographie
Darsteller
Tänzerinnen und Tänzer der Compagnie Charleroi/Danses-Plan K
Standorte
MCB
Aufnahmedatum
Mittwoch, 01. Januar 2003
Stadt
Brüssel
Land
BE
Länge
56 min
Schlagworte