INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-7563

VISIBLE UNDERCURRENT

Beschreibung

Die Arbeiten der Berliner ChoreografInnen Sasha Waltz, Meg Stuart und Jeremy Wade sind stark durch die Einflüsse der Post-Judson Avantgarde in den 1980er und 90er Jahren geprägt, die sich über deren Aufenthalte in New York, aber auch über die SNDO Amsterdam und EDDC Arnheim nachverfolgen lassen, an denen u.a. Mark Tompkins, Eva Karczag und Yoshiko Chuma unterrichteten. Lange Zeit galten diese Schulen als einzigartig in Europa, um jene in New York geprägten choreografischen Verfahren zu studieren. Sowohl Meg Stuart als auch Sasha Waltz bezeichnen diese Zeit als prägend und wegweisend für ihre spätere Arbeit.

Im September trafen sie in den Sophiensà¦len auf damalige WeggefährtInnen wie Yoshiko Chuma, Mark Tompkins und Eva Karczag, um deren Einflüsse in Improvisationen, Gesprächen und Lectures sichtbar zu machen. Es wurden Aspekte einer Tanzgeschichte verhandelt, die auch für eine junge TänzerInnengeneration präsent und zukunftsweisend sind. Gemeinsam mit Asaf Aharonson, Marcio Canabarro, Mor Demer und Paul Singh entwickelt Peter Pleyer aus dem Kick-Off-Wochenende im September das Stück Visible Undercurrent: Im Probenprozess werden die jungen TänzerInnen mit geschichtlichem Material und Methoden aus dieser Zeit konfrontiert, um körperliche und konzeptuelle Freiräume sowie nicht explorierte Gebiete des choreografischen Schaffens zu öffnen. Im Dialog mit der Vergangenheit können so verloren gegangene Inspirationen und Strömungen neu und zukunftsweisend wiederentdeckt werden. Dieses neue Material wird mit rekonstruiertem und dokumentiertem Material collagiert und nun in den Sophiensà¦len gezeigt.

[Quelle: www.sophiensaele.de]

Eine DVD zu dem Kick Off Wochenede findet sich in der Mediathek unter der Signatur DV-7517

jup

Choreographie
Darsteller
Asaf Aharonson, Marcio Canabarro, Mor Demer, Paul Singh
Standorte
MCB
Aufnahmedatum
Donnerstag, 13. November 2014
Orte
Stadt
Berlin
Land
Deutschland
Kamera
Walter Bickmann
Länge
99 min