INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-7513

Hypnosis

Beschreibung

In der Geschichte der Hypnose diente der Körper stets als Objekt für wissenschaftliche Erkenntnisse und war Vor- und Aufführungssubjekt spektakulärer Untersuchungskünste. Begüm Erciyas geht diesen historischen Pfaden nach, um über den präsent-abwesenden Zustand und dessen Bühnenwirksamkeit zu reflektieren. Entgegen dem verbreiteten Glauben, dass Hypnose dem Schlaf gleicht, behauptet die aktuelle Forschung sie als wachsamen Zustand fokussierter Aufmerksamkeit und Beeinflussbarkeit. Hypnosis führt Performer und Publikum durch hypnotische Suggestionen auf imaginäre Reisen, durchsetzt von Momenten kollektiver Erinnerung. Wie gehen wir mit Fragen nach "Echtheit" und "Fälschung" um, wenn Weltereignisse nurmehr über Medien erlebbar sind? Wie mit dem permanenten "Nicht-Wissen"? Hypnosis thematisiert Wunsch und Versagen und sucht nach Einblicken hinter Fassaden und in den Körper. Begüm Erciyas lebt und arbeitet in Berlin seit 2010. Während ihres Studiums der Molekularbiologie und Genetik in Ankara wurde sie Mitglied von [Laboratuar], einer Projekt- und Forschungsgruppe für darstellende Kunst. Sie machte ihren Abschluss an der Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD). 2006 erhielt sie das DanceWeb Stipendium und ist seitdem aktives Mitglied von Sweet and Tender Collaborations. Begüm Erciyas war Residentin an der Akademie Schloss Solitude, am K3 - Zentrum für Choreografie | Tanzplan Hamburg und an der Tanzwerkstatt Berlin. Im Jahr 2014 ist sie Residentin in der Villa Kamogawa / Goethe-Institut Kyoto. Zu ihren letzten Arbeiten zählen Ballroom (2010), MATCH (2011), this piece is still to come (2012) und Eine Spekulation / A Speculation (2014). [Quelle: Magazin der 8. Tanznacht Berlin] jup

Choreographie
Darsteller
Hermann Heisig, Nils Ulber, Joséphine Evrard
Standorte
MCB
Reihe
Aufnahmedatum
Sonntag, 31. August 2014
Orte
Stadt
Berlin
Land
Deutschland
Kamera
Walter Bickmann
Länge
45 min