INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-2779

Playground 2: Geschlechter-Dekonstruktionen

Autorenschaft
Beschreibung

Das von dem französischen Choreographen Alexandre Roccoli initiierte Projekt PLAYGROUND startet mit zwei unterschiedlichen Spielsituationen.
Die Abende sind als Werkstatt, Baustelle und Spiel konzipiert, in dem Künstler aus Tanz/Performance, Musik/DJ-ing und Modedesign auf der Grundlage einer Partitur (score) aufeinander treffen und innerhalb eines Zeichensystems interagieren, das den jeweils spezifischen künstlerischen Einsatz ins Spiel bringt. -

Playground 1 und 2 zeigen als eine Performancereihe der Begegnungen die Idee der unmittelbaren Bewegungen. Wie wird durch die Reaktionsgeschwindigkeit in der modernen Gesellschaft das bewegliche und bewegbare Subjekt konstruiert ? -

Score 2: "Geschlechter-Dekonstruktionen" konzentriert sich auf das Unbehagen der Identität, das zum gestalterischen und handelnden Zwang wird, zum Zwang der identitätskonstruktivistischen Umbesetzung: eine andere Person zu werden, an einen anderen Ort zu gehen.
Was bedeutet es heute zu definieren, wer man ist? Auf der Grundlage dessen, was man tut? Oder auf wen oder was man projiziert, wer man ist, obwohl man nicht einmal weiß, wer man ist ? -

"Un après-midi" spielt sich im Zwischenraum von Partitur und Interpretation ab. Vier Personen interpretieren für jeweils eine Aufführung eine Partitur, die sie dabei zum ersten Mal hören.
Die Partitur basiert auf einem Spiel zwischen Interpretationen, Übersetzungen und Autorenschaften, die miteinander in Beziehung stehen. Henry Wilts Komposition "Un après-midi" beruht auf einer früheren Version von Antonia Baehr und William Wheeler. Sie greift dabei einerseits auf eine Musikpartitur auf Papier (John Cage, "Solo for Voice nð 3") und andrerseits auf ein Musikprojekt aud CD zurück ("Replays" von Claude Debussys "Prélude à  l'après-midi d'un faune").
Henry Wilt verwendet auch Photo-Lovestories aus Teenagermagazinen und bedient sich einer rein physischen Schauspielmethode zur Gefühlsdarstellung. Damit betrachtet er die Konstruktion des Liebespaares unter einem feministisch/queeren Licht.

Choreographie
Darsteller
Manolo Caracas, Lukas Minkus, Ramon Pozo, Jackson Slang
Standorte
MCB HZT
Reihe
Aufnahmedatum
Dienstag, 18. März 2008
Orte
Stadt
Berlin
Land
Deutschland
Kamera
Andrea Keiz
Länge
38 min
Schlagworte