INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-191

Ich. Das Auge. Toter Winkel

Autorenschaft
Beschreibung

Während wir die Welt betrachten, befinden wir uns selbst im toten Winkel unserer Augen. Folgerichtig ist ein Großteil des Bildes, welches wir von uns selbst haben, eine Reflexion der Umwelt auf uns. Sollte die Zeit kommen, da wir uns mit einem reflexiven Selbstbildnis nicht mehr begnügen, müssen wir den Blick direkt auf uns selbst richten, doch auch in diesem Falle blieben Teile von uns im Dunkeln, die wir nur mit der Hilfe von Spiegeln und Kameras sehen könnten. Aber selbst, wenn wir uns von allen Seiten, von oben und unten, hinten und vorn betrachten könnten, wären es immer noch unsere Augen, die wir nie zu Gesicht bekämen. Das Bild, welches jeder Mensch von sich selbst entwirft, verändert sich nicht nur in der Zeit, es wird auch durch die Verwendung verschiedener "künstlicher Augen" maßgeblich mit beeinflußt. Kameras, Scanner und Fotoapparate geben vor, präzise Abbilder von uns oder Teilen von uns festhalten zu können. Sind diese Bilder dazu tauglich, uns in einer Zeit der Suche nach uns selbst zu helfen, oder verstellen sie den Blick unserer eigenen Augen bis zur Verfälschung und Unkenntlichkeit?

Premiere am 14.10.2000 im Glad-House, Cottbus

Regie
Gruppe / Compagnie / Ensemble
Choreographie
Darsteller
Standorte
MCB
Aufnahmedatum
Freitag, 04. Mai 2001
Orte
Stadt
Berlin
Land
DE
Kamera
Andrea Keiz
Länge
62 min