INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

MEDIATHEK

FÜR TANZ

UND THEATER

MCB-DV-1088

Testlabor Z0005

Autorenschaft
Beschreibung

„Testlabor Z.0005“ beschäftigt sich mit dem Traum, die Unsterblichkeit zu planen. Vier Personen stecken in einer symbolisierten Kältemaschine. Die besteht aus drei 2,50 m hohen Metallblöcken, in die Schlitze eingelassen sind. Zyklisch entlässt der Hibernationsapparat seine Probanden. Leben kehrt in ihre Leiber zurück. Sie gleiten in seitlich angeordnete Wasserbecken. Sie spielen, ahmen Lebensformen nach, sind auf der Suche nach der nur verschwommen erinnerlichen eigenen. In ihrer Entdeckungsfreude zwängen sie sich erneut in die Metallblöcke. Um die Maschine herumhoppelnde Hasen lösen Lichtschranken aus, die bewirken, dass sich die Schlitze verengen, die Tänzer also stecken bleiben. Das Leben ist unterbrochen, wieder festgefroren und aufbereitet für die Unendlichkeit. Nur der Zufall, der zusammenhanglose Bewegungsdrang der Nager bestimmt diesen Moment. Der Sinn liegt außerhalb des Systems. Auch ein buddha-gleicher Mann, der den Apparat zu bedienen scheint, ist nicht der Geist der Maschine. Er ist Diener, allenfalls Mönch, der Rituale ausführt deren Tradierung ihm verantwortet, deren ursprünglicher Sinn ihm jedoch dunkel ist.„Testlabor Z.0005“ generiert Bilder für den Zeitpunkt, wenn die Maschine die Macht errungen hat. Dennoch ist ihr totale Kontrolle nicht möglich. Gleichsam als Unkraut entwickelt sich zwischen den definierten Zuständen ungeregeltes Leben, abenteuerlustig, frisch, übersprudelnd. (Quelle: www.arting.de)

Regie
Gruppe / Compagnie / Ensemble
Choreographie
Darsteller
Diane Granitz, Viache-Slava Inosemtzev, Yael Karavan, Dr. Christian Stübner, Natascha Wöss, Shinichi Koga, Stefano Zazzera, Yumino Seki
Standorte
MCB
Aufnahmedatum
Freitag, 02. November 2001
Orte
Stadt
Berlin
Land
DE
Kamera
Andrea Keiz
Länge
75 min
Schlagworte