INTERNATIONALES THEATERINSTITUT / MIME CENTRUM BERLIN

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Shiota, Chiharu

www.chiharu-shiota.com/
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Chiharu Shiota, in Osaka geboren, lebt seit 1999 in Berlin. In Performances und Installationen beschäftigt sie sich mit Erinnerung und Vergessen. Erde und Wasser verweisen auf das Bleibende und das Vergängliche. Dabei geht es der Künstlerin um das Driften zwischen den Kulturen Asiens und Europas ebenso wie um den Abschied von der Kindheit. Großzügig geht die junge japanische Künstlerin Chiharu Shiota mit ihren Träumen um. In den Schlaf, die Nacht und die Selbstvergessenheit des träumenden Körpers führen ihre Installationen und Performances. Weit weg von Japan hat sie den Verlust der Orientierung und die Angst vor dem Verschwinden der Konturen des Eigenen als ein Motiv ausgemacht, das sie immer wieder zu neuen Bearbeitungen anregt. Dabei entstehen theatralische Bilder, in die sich die Vorstellungskraft des Betrachters leicht einklinken kann. Chiharu Shiota begann ihre Ausbildung in Kioto. Sie hat als Malerin angefangen, malt aber zur Zeit nur noch „in der Luft" mit ihren Fäden. Ein Austauschsemester brachte sie nach Canberra in Australien, bevor sie 1996 nach Deutschland kam. Sie studierte bei den Performance-Künstlerinnen Marina Abramovic und Rebecca Horn, die sie auf ihrem Weg, mit den Wahrnehmungen des Körpers und seinen Erfahrungen im Raum zu arbeiten, bestärkten. In Deutschland wurde sie schon als Kunststudentin bekannt durch die Teilnahme in Gruppen- und Einzelausstellungen, die sie innerhalb von zwei Jahren von Orten der Off-Kultur in größere Institutionen brachten. Durch Ausstellungen im Ludwig-Forum, Aachen, im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, im Queensland Art Museum, New York und ihre Beteiligung an der Triennale of Contemporary Art in Yokohama ist sie auf dem Weg zu internationaler Anerkennung. „Wo ich bleibe, was ich esse, wen ich treffe, all das beeinflusst meine Kunst", sagt Chiharu Shiota, die nach viereinhalb Jahren in Deutschland allmählich die Sicherheit verspürt, in Berlin „Wurzeln zu schlagen und zu grünen." Gleichzeitig bringt ihre schnelle künstlerische Karriere ihr das Gefühl, dass sich ihre Umgebung schneller verändert als sie selbst. In diesem Spannungsgefüge steckt noch viel Stoff für die Entwicklung der Künstlerin. (Quelle: Katrin bettina Müller; Culturebase)

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MCB-DV-1501